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6.03.12

Naturkatastrophen richten 2011 Rekordschäden an

Noch nie haben Naturkatastrophen so hohe Sachschäden verursacht wie im vergangenen Jahr. Erdbeben, Überschwemmungen und andere Unglücke haben nach Angaben der Vereinten Nationen 380 Milliarden Dollar (285 Milliarden Euro) gekostet.


New York, 6. März 2012 - Naturkatastrophen haben nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) im vergangenen Jahr wirtschaftliche Schäden in Höhe von mehr als 380 Milliarden Dollar (285 Milliarden Euro) angerichtet. Das seien zwei Drittel mehr als im bisherigen Rekordjahr 2005, als in den USA Hurrikan "Katrina" wütete, sagte die UN-Sonderbeauftragte für Katastrophenvorsorge, Margareta Wahlström, am Montag in New York.

Verantwortlich für die Rekordschäden seien vor allem die Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie die Überschwemmungen in Thailand gewesen. "Erdbeben sind die kostspieligsten und tödlichsten Katastrophen", sagte Wahlström. Allein das Beben in Japan vom 11. März 2011, der Tsunami und die dadurch ausgelöste Reaktorkatastrophe verursachten laut UN Schäden in Höhe von 210 Milliarden Dollar. Während die Schäden Rekordsummen erreichten, sank die Zahl der Todesopfer durch Katastrophen vor allem durch bessere Frühwarnsysteme und Notfallpläne.

2005 sorgten vor allem Wirbelstürme in Nordamerika für Tod und Verwüstung. Alleine bei "Katrina" starben rund 1.800 Menschen, der Sachschaden wird auf gut 80 Milliarden Dollar geschätzt.

Viele Länder seien von immer größeren wirtschaftlichen Ausfällen durch Naturkatastrophen bedroht, sagte Wahlström. Die Hälfte der der sieben Milliarden Menschen auf der Welt lebe in katastrophengefährdeten Gebieten.