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25.02.17

53.000 Erdbeben in Italien im Jahr 2016

In Italien hat sich die Zahl der Erdstöße 2016 im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Auch in Tirol und Bayern kommt es regelmäßig zu Erdbeben.


Rom, 25. Februar 2016 – Das Jahr 2016 wird in Italien als eines der erdbebenreichsten in Erinnerung bleiben. Mit 53.000 Erdstößen habe sich die Zahl der Erschütterungen im Vergleich zu 2015 verdreifacht und gegenüber 2014 verdoppelt, wie das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) mitteilte.

Bis zu dem schweren Erdbeben der Stärke 6,0 am 24. August 2016 im mittelitalienischen Amatrice, bei dem 298 Menschen den Tod fanden, lag die Zahl der Erdbeben in Italien noch im Durchschnitt der vorangegangenen Jahre. Danach habe die Zahl der täglichen Beben stark zugenommen, erklärten die INGV-Experten. Der Durchschnitt der Erdstöße liege bei 300 pro Tag, die meisten seien kaum spürbar.

Das heftigste Beben 2016 ereignete sich am 30. Oktober mit einer Stärke von 6,5 in der Provinz Perugia. Insgesamt meldete das INGV im vergangenen Jahr rund 3.400 Erdstöße ab der Stärke 2,5 dem italienischen Zivilschutz. Sechs davon hatten eine Magnitude über 5,0.

Auch zu Beginn des Jahres 2017 gab es den Angaben zufolge in Italien zahlreiche Erdbeben, teilweise über der Stärke 4,0. Wie lange die Nachbeben noch andauern werden, konnten die Experten nicht sagen.

Erdbebengefahr auch in Tirol und Bayern

Tirol wurde in der Vergangenheit immer wieder von stärkeren Erdbeben heimgesucht. Die meisten dieser Erdbeben fanden nach Angaben der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) im Raum Innsbruck (1572, 1670, 1689) statt. Derzeit werden jährlich etwa 14 Beben in Tirol verzeichnet. Die meiste Erdbebenaktivität gibt es demnach neben dem Raum Innsbruck zwischen Imst und Nassereith sowie im Stubaital. Auch in Bayern bebt die Erde regelmäßig, allein 150 Mal im vergangenen Jahr.